Kolonialismus wird Auslaufmodel

Kolonialismus

denkbonus

Nur in zweiter Linie geht es um Öl, Gas und Rohstoffe bei den Konflikten dieser Tage. An erster Stelle hingegen steht die Fähigkeit der reichen Welt, die arme auch weiterhin ausbeuten zu können. Diese ihrerseits wehrt sich dagegen mit zunehmender Stärke und zunehmendem Erfolg

Armer Mann und reicher Mann, standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: „Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“
Berthold Brecht

colonialismDie junge Britin Rebecca Gallagher aus Wales staunte nicht schlecht, als sie ihr neues Sommerkleid genauer inspizierte. Gekauft hatte sie es zum Billigpreis von etwa 12 Euro bei dem Textildiscounter Primark. Als sie die Waschanleitung auf dem Etikett studierte, fiel ihr dort eine eingenähte Botschaft auf, die sich als verzweifelter Hilferuf entpuppte: „Gezwungen zu langer, harter Arbeit.“ Es war der hilflose Versuch einer unbekannten Textilarbeiterin, ihrem Sklavendasein zu entfliehen. Eine von Millionen weltweit, die allesamt unter dem selben Phänomen zu…

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Eine Epoche

Atlantischer Imperialismus

opablog

Vor 25 Jahren wurde in Peking der prowestliche Umsturzversuch niedergeschlagen. Mein Sender bringt eine tränendrückende Reportage des Gedenkens. Bomben und Raketen auf Städte in der Ostukraine kennt mein Sender nicht.

Der Zeitabschnitt eines Vierteljahrhunderts ist zu überschauen.

Als die Sowjetunion unter dem Druck der imperialistischen Hightech-Rüstung und ihrer ungelösten inneren Probleme zusammenbrach, geisterte eine Zeit das Wort von der „Friedensdividende“ durch die Köpfe. Gleichzeitig wurde das „Ende der Geschichte“ verkündet. Das Ideologem erfüllte seinen Zweck bei der Verwirrung der Menschen. Eine aktivierende Doktrin für’s System lieβ sich daraus schwerlich ableiten.

Der amerikanische bzw. atlantische Imperialismus herrscht. Er herrscht nur in einer dauernden heftigen Bewegung der Ausdehnung. Ein Imperialismus, der nicht expandiert, fällt zurück, gibt sich selbst auf. Der Imperialismus, vor 25 Jahren seines Todfeinds beraubt, brauchte nichts dringlicher als Krieg. Irak, Balkan, Kriege sozusagen „von der Hand in den Mund“, ein Todfeind muβte wieder her.

„9/11“ lieferte den neuen Todfeind…

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Weltkrieg

Globalisierter Faschismus

opablog

Am Ersten waren etwa 40 Länder beteiligt. Es gab ca 17 Mio Tote, davon 7 Mio Zivilisten.

Zum Zweiten lauten die entsprechenden Zahlen: etwa 60 Länder, ca 65 Mio Tote, davon mehr als die Hälfte Zivilisten.

Die Zahlen sind exorbitant im Vergleich zu den Zeiten davor. Sie sind auch auβerordentlich, soweit sie bestimmte Länder oder Regionen betreffen. Tatsache ist aber auch, dass der gröβte Teil der Weltbevölkerung (Zahl der Toten kaum 1%) und der gröβte Teil des Territoriums der Erde von diesen Kriegen völlig unberührt blieben.

In der Kriegszeit=Vorkriegszeit, die wir heute durchleben, ist das anders. Kriegsziel ist heute die vollständig durchstrukturierte Herrschaft über den Planeten=die Menschheit, also die reale politische Globalisierung. Der Kampf um dieses Ziel bezieht so gut wie alle Weltregionen ein, denn alle Regionen der Welt sind vernetzt, gleichen kommunizierenden Röhren; begrenzte regionale Ausnahmen mag es in Antarktika, Australien und Südamerika geben.

An dem endgültigen Krieg arbeitet…

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Druck erhöhen

Protest in Washington

Netzwerk Kuba Österreich

free-the-cuban-fiveWashington: Aktionswoche für Freilassung der »Cuban Five«. Spekulationen über Gefangenenaustausch
von Volker Hermsdorf / junge Welt

In Washington beginnt am Mittwoch die diesjährige Aktionswoche für die Freilassung der drei noch in den USA inhaftierten Mitglieder der kubanischen Aufklärergruppe »Cuban Five«. Bis zum kommenden Dienstag wollen bekannte Persönlichkeiten und Aktivisten aus Amerika und Europa mit zahlreichen Aktionen in der US-Hauptstadt über den Justizskandal und den weltweiten Protest dagegen informieren, um den Druck auf die US-Regierung und Präsident Barack Obama für eine politische Lösung des Falls zu erhöhen.

Zum Auftakt der Aktions- und Veranstaltungswoche werden die Veranstalter vom »Internationalen Komitee für die Freiheit der Cuban Five« zu mittag im renommierten Nationalen Presseclub von Washington eine Übersicht der Veranstaltungen vorstellen. Danach ist für Donnerstag und Freitag eine zweitägige Konferenz mit dem Titel »Eine neue Ära der Beziehungen zwischen den USA und Kuba« geplant, an der namhafte Personen aus Wissenschaft, Politik und Kultur teilnehmen…

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USA rüsten die Oppoition in Syrien auf

Syrienkrieg

     Syrische Opposition soll von USA militärisch besser ausgerüstet und ausgebildet werden. Deutsche Stiftungen übernehmen Aufbau »ziviler Strukturen« Von Karin Leukefeld, Damaskus
 

Während in Syrien die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ein Ende der Kämpfe und der Zerstörung ihres Landes herbeisehnt, hat Ahmad Dscharba, der Chef der »Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Opposi­tionskräfte« (Etilaf), in den vergangenen Wochen in den USA, Großbritannien und Frankreich die Werbetrommel für Waffenlieferungen gerührt. Das Kriegsgerät soll an die mit der Koalition verbündeten »moderaten« Kampfverbände geliefert werden.

In Washington traf Dscharba mit US-Präsident Barack Obama und Außenminister John Kerry, mit Sicherheitsberaterin Susan Rice und einflußreichen Senatoren zusammen. Dem Verteidigungsausschuß des Senats übergab er eine Wunschliste moderner Waffensysteme. Ganz oben stehen dort moderne Luftabwehrraketen, um Kampfjets und Hubschrauber der regulären Streitkräfte Syriens abzuschießen. Skeptikern, die befürchteten, diese Waffen könnten Al-Qaida-Kämpfern in die Hände fallen – und schließlich die Sicherheit Israels bedrohen –, beruhigte Dscharba…

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Woanders gelesen: Was uns Obama in West Point sagte

US-Militarismus

Deutsche Ecke

Paul Craig Roberts

In West Point sagte uns Obama unter dem Applaus der West Point-Kadetten, dass der „Amerikanische Exzeptionalismus” eine Doktrin ist, welche rechtfertigt, was immer Washington macht. Wenn Washington inländisches und Internationales Recht verletzt, indem es „Angehaltene“ foltert, oder gegen den Nürnberger Standard verstößt, indem es in Länder einmarschiert, die keinerlei feindliche Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten von Amerika oder deren Alliierte gesetzt haben, ist der „Exzeptionalismus“ der Segen, der Washington von den Sünden gegen Recht und internationale Normen freispricht. Washingtons Verbrechen werden transformiert zu Washingtons Bekräftigung des Rechtsstaats. Hier Obama in seinen eigenen Worten:

„Ich glaube an den amerikanischen Exzeptionalismus mit jeder Faser meines Seins. Was uns jedoch exzeptionell macht, ist nicht unsere Fähigkeit, uns über internationale Normen und den Rechtsstaat hinwegzusetzen, es ist unsere Bereitschaft, diese durch unsere Handlungen zu bekräftigen.

Ja Handlungen. Im 21. Jahrhundert hat der “amerikanische Exzeptionalismus” sieben Länder völlig oder teilweise zerstört. Millionen…

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